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Schon seit meiner Kindheit faszinierte mich der Sternenhimmel, was mich schließlich zur Astrofotografie führte. Um die beeindruckende Schönheit des Universums in Bildern festzuhalten, benötigt man nicht nur Talent und das richtige Auge, sondern vor allem die passende Ausrüstung. Ein essentielles Element dieser Ausrüstung ist die astronomische Montierung, häufig auch als Astrotracker bezeichnet.

 

 

 

 

Vier Jahre Erfahrung mit dem Lightrack II von Fornax Mounts
Zwar bin ich Markenbotschafter dieses Unternehmens, doch es liegt mir am Herzen, in dieser Rezension eine ausgewogene und ehrliche Meinung über das Produkt zu vermitteln. Ich werde sowohl die Vorzüge als auch Bereiche für mögliche Verbesserungen aufzeigen. Der Lightrack II hat meine Astrofotografie-Arbeit in vielerlei Hinsicht verändert und optimiert. Doch bevor ich tiefer in meine Erfahrungen mit dem Lightrack II eintauche, möchte ich kurz auf die grundlegenden Aspekte und die Bedeutung einer astronomischen Montierung eingehen. Mein Ziel ist es, sowohl erfahrene Astrofotografen als auch Einsteiger, die sich für dieses spannende Gebiet interessieren, umfassend zu informieren.

Rolle des Astrotrackers in der Astrofotografie

Bei der Fotografie der Milchstraße sind die Belichtungszeiten abhängig von der Brennweite. Ein leicht zu merkendes Prinzip dabei ist: Je kürzer die Brennweite, desto länger ist die mögliche Belichtungszeit und umgekehrt. Als Beispiel: Bei einer Brennweite von 18mm an einer Vollformatkamera können maximal 16 Sekunden belichtet werden, damit die Sterne noch punktförmig erscheinen. Überschreitet man diese Zeit, bewegen sich aufgrund der Erdrotation die Sterne relativ zur Kamera, was zu Strichspuren und Unschärfe im Bild führt. Bei einer Brennweite von 135mm beträgt die maximale Belichtungszeit lediglich 2 Sekunden. Schon nach dieser kurzen Zeit würden die Sterne zu Strichspuren werden. Hier kommt der Astrotracker, auch als Nachführung bezeichnet, ins Spiel, um Belichtungszeiten im Minutenbereich zu ermöglichen. 

Wie funktioniert ein Astrotracker?

Die primäre Funktion eines Astrotrackers ist das Kompensieren der Erdrotation. Er synchronisiert die Kamera perfekt mit der Bewegung der Sterne. Ein zentrales Merkmal hierbei ist die präzise "Einnordung". Die Montierung sollte so kalibriert sein, dass sie exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Bei fortgeschrittenen Modellen wird dies durch komplexe Verfahren erreicht. Für Anfänger und Amateure gibt es vereinfachte Optionen. Einige Astrotracker verfügen über eine kleine Öffnung zur Ausrichtung am Polarstern, während andere ein "Polsucher"-Teleskop nutzen. Abhängig von der Brennweite des verwendeten Objektivs oder Teleskops ist eine genaue Kalibrierung entscheidend.

 

Arten von Astrotrackern
Astrotracker wurden entwickelt, um genau dieses Problem zu beheben. Es gibt verschiedene Modelle:

Azimutal (Alt-Azimuth) Montierung:  

  • Bewegung in Höhe und Azimut. 

  • Gut für visuelle Beobachtungen. 

  • Nicht ideal für lange Belichtungszeiten. 

Parallaktische (Äquatoriale) Montierung: 

  • Eine Achse ist parallel zur Erdachse. 

  • Kompensiert Erdrotation; ideal für DeepSky Fotografie. 

  • Unterarten: German Equatorial Mount (GEM) und Fork Mount. 

Dobson-Montierung: 

  • Spezifische Alt-Azimuth-Montierung für Dobson-Teleskope. 

  • Gut für visuelle Beobachtungen. 

 

Reisemontierung: 

  • Für DSLRs konzipiert. 

  • Leicht und tragbar. 

  • Ideal für Landschaftsastrofotografie. 

GoTo-Montierungen: 

  • Automatisches Finden und Verfolgen von Himmelsobjekten. 

  • Kann azimutal oder parallaktisch sein. 

Nachdem wir die Grundlagen der Astrotracker besprochen haben, konzentrieren wir uns jetzt auf das Kernprodukt dieser Bewertung: den Lightrack II eine Reisemontierung von Fornax Mounts. Dieser Astrotracker war mein Begleiter durch zahlreiche sternklare Nächte, von kühlen Berglandschaften bis hin zu warmen Stränden. Hier teile ich meine Erfahrungen, die Vorzüge und die Besonderheiten des Lightrack II.

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Links im Bild wurde mit einem Astrotracker und einer Belichtungszeit von 120 Sekunden fotografiert, wodurch die Sterne punktförmig erscheinen. Im rechten Bild wurde dieselbe Brennweite angewendet, jedoch ohne Astrotracker. Hier ist bereits nach 2 Sekunden die Einwirkung der Erdrotation sichtbar, die die Sterne von punktförmig zu Strichspuren verändert.

Abbildung 1: Diese Grafik zeigt die Erdrotation, die von Westen nach Osten verläuft. Durch diese Bewegung erscheinen Sterne je nach Brennweite nach einer gewissen Belichtungszeit als Strichspuren.

Abbildung 2: Diese Grafik illustriert eine Teleskop mit Nachführung, die sich gegenläufig zur Erdrotation von Osten nach Westen dreht. Dies ermöglicht die Darstellung der Sterne als punktförmige Objekte in Langzeitbelichtungen.

Fornax LighTrack II: Eine Reisemontierung der Extraklasse

Als passionierter Astrofotograf lege ich großen Wert auf verlässliche Ausrüstung. Als mir der LighTrack II zur Verfügung gestellt wurde, war es mir ein Anliegen, dieses Produkt in seiner Handhabung und Technik akribisch zu studieren, um in späteren Einsätzen optimale Resultate erzielen zu können. Während meiner eingehenden Recherche bin ich auf der Website von Fornax Mounts auf den Bericht über den "Periodischen Fehler" gestoßen und war beeindruckt von den technischen Daten: Eine Abweichung von lediglich ± 1 Bogensekunde über einen Zeitraum von 12 Minuten.

 

Autoguiding nur bei Bedarf dank geringer Abweichungen 

Der LighTrack II bietet zwar einen Autoguiding-Anschluss, aber seine bemerkenswerte Präzision macht den Einsatz eines Autoguiders in vielen Fällen überflüssig. Ein Autoguider in der Astrofotografie beobachtet kontinuierlich einen Stern und korrigiert die Nachführung des Teleskops in Echtzeit, um eventuell auftretende "periodische Fehler" auszugleichen. Beim LighTrack II wird jedoch ein solches Eingreifen erst bei Belichtungszeiten über 12 Minuten relevant, da die Abweichungen so minimal sind.

Bestätigte Präzision in der Praxis

Nach meinen praktischen Erfahrungen mit dem LighTrack II kann ich bestätigen, dass die Angaben von Fornax Mounts der Realität entsprechen. Selbst bei 12-minütigen Belichtungen sind die Sterne auf meinen Aufnahmen punktgenau, ohne die typischen Fehler, die ich von anderen Trackern gewohnt war. Es ist beruhigend zu wissen, dass die vom Hersteller bereitgestellten Informationen sich in der Praxis so exakt bestätigen.

Benutzeroberfläche:

Die Bedienoberfläche der FORNAX LighTrack-II zeugt von einer durchdachten Planung. Sie ist intuitiv und auch für Einsteiger leicht verständlich. Geschwindigkeitsänderungen können mühelos mit nur einer Taste durchgeführt werden. LEDs signalisieren dabei den ausgewählten Modus. Ob sidereal, solar, lunar oder sogar die halbe Sterngeschwindigkeit für TWAN Fotografie – das System bietet für jedes Szenario die passende Einstellung. Darüber hinaus lässt eine zweite Taste die einfache Auswahl zwischen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre zu. Ein Merkmal, das die Vielseitigkeit und globale Einsetzbarkeit dieses Geräts unterstreicht.

Design und Material 

Optisch macht die Montierung schon was her, ohne dabei zu sehr im Mittelpunkt zu stehen. Sie ist handlich und die Kanten sind sauber verarbeitet. Das Design mischt einen mattsilbernen Schlitten mit einem schwarzen Gehäuse. Bei den Maßen von 28 x 14 x 4 cm und einem Gewicht von gerade mal 1,24 kg – und das ohne das ganze Zusatzzeug – passt sie locker in die meisten Fotorucksäcke. Was das Material angeht, wurde hier nicht geknausert. Das Gehäuse ist aus robustem Polycarbonat und zeigt auch nach Jahren keine Ermüdungserscheinungen. Der Schlitten, der die Kamera hält, ist aus hochwertigem Aluminium und sauber verarbeitet.

 

Für jeden geeignet 

Also, ich sag's mal so: Am Anfang war das Ganze schon eine kleine Knacknuss. Es ging nicht nur darum, den Dreh mit der Benutzeroberfläche rauszukriegen, sondern das Ding auch richtig einzustellen, damit es überhaupt sinnvoll einsetzbar ist. Aber nach ein paar Nächten Rumprobiererei hatte ich den Bogen raus. Mittlerweile hab ich mir sogar einen elektronischen Polemaster zugelegt. Damit geht das Ausrichten echt flott und vor allem ziemlich genau.

Jetzt zum Knaller: Die LighTrack-II ist echt für jeden was, und ich meine wirklich jeden – Anfänger eingeschlossen. Das ist keine bloße Behauptung, das ist meine persönliche Einschätzung.

  

  

  

Obwohl der LighTrack II in der Astrofotografie schon gute Dienste leistet, kommt man manchmal nicht ohne das richtige Zubehör aus. Ein nützliches Hilfsmittel, das zur Montierung passt und bei der Nachführung helfen kann, ist die Polhöhenwiege. Ich möchte Ihnen daher die FMW 200 Polhöhenwiege näher bringen. 

  

  

  

Einführung 

Eine Einführung Bevor wir tiefer in die Handhabung und meine Erfahrungen mit der FMW 200 Polhöhenwiege eintauchen, lassen Sie uns zuerst klären, was eine Polhöhenwiege überhaupt ist.? Mit Hilfe einer Polhöhenwiege können Sie Ihre azimutale Montierung in eine äquatoriale Montierung umwandeln. Die Polhöhenwiege ist im Grunde ein Winkelstück, das unter die Azimutachse positioniert wird. Dieser Winkel wird so justiert, dass die Azimutachse parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Dadurch verwandelt sich die Azimutachse in die Rektaszensionsachse und die Höhenachse entsprechend in die Deklinationsachse, weil in beiden Systemen die Achsen rechtwinklig zueinander stehen. Einfacher ausgedrückt: Die Polhöhenwiege ermöglicht es, die Montierung exakt auf den Polarstern auszurichten. Eine solche präzise Ausrichtung ist unerlässlich für genaue Sternennachführungen und sorgt für präzise Langzeitbelichtungen in der Astrofotografie. 

  

  

FMW 200 Polhöhenwiege 

Die FMW 200 Polhöhenwiege ergänzt die LighTrack II-Montierung ziemlich gut. Ein Feature, das mir positiv auffiel, ist ihr Reibrad-Schrittmachersystem, das eine präzise Polausrichtung ohne viel Aufwand ermöglicht. Sie ist solide gebaut und passt sich gut an verschiedene Situationen an. Mit Materialien wie Aluminium und Edelstahl ist sie zudem recht langlebig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Handhabung der FMW 200 Polhöhenwiege: 

Die FMW 200 Polhöhenwiege verfügt an ihrer Basisplatte über insgesamt fünf Feinjustierungsschrauben. Zwei davon, die für die Himmelsausrichtung (Altitude) zuständig sind, befinden sich an der Vorderseite der Basisplatte. Durch Drehen dieser Einstellknöpfe nach links oder rechts kann man die Montierung solange feinjustieren, bis eine perfekte Ausrichtung erreicht ist. Die anderen drei Schrauben auf der Basisplatte sind Azimut-Sperrschrauben. Sie können gelockert werden, um die Feineinstellknöpfe zu nutzen. Nachdem die gewünschte Position erreicht ist, werden sie wieder festgezogen, sodass eine stabile und robuste Fixierung gewährleistet ist. Mit dem Höheneinstellrad (Altitude Reibrad) kann ich die Höhe der Montierung anpassen, um sie an den jeweiligen Breitengrad anzupassen. Praktischerweise sind an der Seite der Polhöhenwiege die Breitenangaben eingraviert. So kann ich, nach dem Lockern des Reibrads, die Montierung mithilfe des Neigungseinstellers exakt auf den Breitengrad ausrichten, in dem ich mich gerade befinde. 

  

  

Nachdem man die Vorzüge und technischen Details der FMW 200 Polhöhenwiege kennengelernt hat, stellt sich oft die Frage: Wie kann man die präzise Ausrichtung der Montierung weiter optimieren? Hier kommt ein weiteres essenzielles Werkzeug ins Spiel – der Polsucher 

 
 

FMPS-20 Beleuchteter Polsucher  

Der FMPS-20 beleuchtete Polsucher stellt eine Erweiterung für die Fornax-52-Montierung oder den LighTrack II Mobile Star Tracker dar. Sein besonderes Merkmal, die Beleuchtung, hebt ihn von anderen herkömmlichen Polsuchern ab. Durch diese Beleuchtung wird die Sichtbarkeit der eingravierten Symbole verbessert, wodurch das Ausrichten des Teleskops erleichtert wird, insbesondere unter dunklen Himmelsbedingungen.  In Bezug auf die Beleuchtungsqualität: Das rote Licht ist speziell dafür entwickelt, um die Nachtsicht des Benutzers nicht zu beeinträchtigen und gleichzeitig die Symbole im Polsucher klar und deutlich hervorzuheben. Es ist also nicht nur zweckmäßig, sondern auch benutzerfreundlich konzipiert.  

  

  

  

Während der FMPS-20 Polsucher insbesondere die genaue Ausrichtung des Teleskops erleichtert, steht eine weitere Herausforderung bei der Handhabung schwerer Teleskope im Vordergrund: die notwendige Balance. Und hier kommt das FMC-100 Gegengewichtssystem ins Spiel.  

  

  

  

Das FMC-100 Gegengewichtssystem 

In der Astronomie bezeichnet ein Gegengewicht einen speziellen Gegenstand, der auf einer äquatorialen Montierung dazu dient, das Gewicht des auf der Montierung befestigten Fernrohrs oder Teleskops auszugleichen. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Montierung stabil bleibt und sich gleichmäßig bewegt, besonders bei länger andauernden Beobachtungen oder Aufnahmen.  
 

In diesem Kontext stellt das FMC-100 Gegengewichtssystem von Fornax Mounts eine hervorragende Lösung dar. Es bietet mir die gewünschte Unterstützung, insbesondere wenn ich schwerere Kameraobjektive oder Teleskope mit meiner LighTrack II-Montierung verwenden möchte. Es sorgt für eine solide Balance und gewährleistet, dass alles sicher und stabil bleibt, selbst wenn ich das Equipment bis an seine Grenzen belaste. Das Vertrauen in das Equipment ist gerade in der Astrofotografie unerlässlich, und das FMC-100 erfüllt diese Anforderung perfekt.  

  

  

  

Die Kombination aus FMW 200 Wedge Polhöhenwiege, dem FMPS-20 Polsucher und schließlich dem FMC-100 Gegengewichtssystem ergibt ein unschlagbares Trio im Herzen des Fornax Mounts Lightrack II. Während die Polhöhenwiege und der beleuchtete Polsucher die grundlegenden Pfeiler für präzise astronomische Beobachtungen sind, bietet das Gegengewichtssystem bei schwereren Teleskopen den nötigen Ausgleich. Es sind genau diese sorgfältig ausgewählten und aufeinander abgestimmten Komponenten, die das Lightrack II zu einem herausragenden Werkzeug in der Himmelsbeobachtung machen. Mit einem solch gut ausgerüsteten Instrument stellt sich nun die Frage: Was sind die konkreten Einsatzmöglichkeiten des Fornax Mounts Lightrack II?   

  

  

  

  

Einsatzmöglichkeiten des Fornax Mounts Lightrack II  

Das Fornax Mounts Lightrack II Set eröffnet einem eine breite Palette an fotografischen Möglichkeiten im Bereich der Astronomie. Es ist ein vielseitiges Instrument, das sich ideal für verschiedene Arten der Himmelsfotografie eignet:  

  
 

  • Milchstraßenfotografie: Mit seiner präzisen Nachführung und stabilen Konstruktion ist das Lightrack II Set perfekt dazu geeignet, die schimmernde Schönheit der Milchstraße in all ihren Facetten einzufangen. Die Details und Strukturen unserer Heimatgalaxie werden dabei beeindruckend zur Geltung gebracht.  

  

  • DeepSky-Fotografie: Für all jene, die sich für die Wunder des tieferen Universums interessieren, bietet das Set die Möglichkeit, atemberaubende Bilder von Galaxien, Nebeln und Sternenhaufen zu erstellen. Die feine Mechanik und präzise Ausrichtung erlauben es, auch lichtschwache Objekte in bemerkenswerter Klarheit abzulichten.  

 

  • Planetenfotografie: Die majestätischen Planeten unseres Sonnensystems können mit dem Lightrack II in beeindruckender Detailtreue fotografiert werden. Von den Sturmsystemen des Jupiters bis zu den Ringen des Saturns – dieses Set bringt die fernen Welten näher.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Sonnenfotografie: Mit dem richtigen Filter ausgestattet, ermöglicht das Lightrack II auch die Fotografie unseres Zentralgestirns, der Sonne. Beobachten und dokumentieren Sie Sonnenflecken, Protuberanzen und andere solare Phänomene in hoher Auflösung.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Mondfotografie: Der Mond mit seinen Kratern, Meeren und Gebirgen ist ein ständig wechselndes Motiv am Himmel. Mit dem Lightrack II können Sie die verschiedenen Phasen und Details unseres natürlichen Satelliten in hervorragender Qualität festhalten.  

  

  

Preisleistung des LighTrack II  

Das LighTrack Full Set, ausgestattet mit allen Zusatzkomponenten, ist für 1.299,00 € (exkl. MwSt.) erhältlich. Hierbei ist zu beachten, dass das Gegengewichtsystem nicht im Preis inbegriffen ist und separat für 539,00 € erworben werden muss. Wer sich jedoch auf das Wesentliche konzentrieren möchte und nur den LighTrack II ohne Extras wählt, zahlt 695,00 €. 

Beim direkten Preisvergleich mit anderen Reisemontierungen fällt auf, dass der LighTrack II in einer höheren Preiskategorie angesiedelt ist. Zum Vergleich: Das Set von Vixen Polarie ist für €689,00 erhältlich, während das Set von Skywatcher Star Adventurer schon für 395,00 € zu haben ist. 

  

Nun stellt sich natürlich die Frage: Warum mehr investieren? Der Grund dafür liegt in der außergewöhnlichen Qualität und Präzision des LighTrack II. Hierbei geht es nicht nur um den bloßen Preis, sondern um den wirklichen Wert des Produkts. Bei anderen Reisemontierungen in dieser Preiskategorie sucht man oft vergebens nach einer solch exzellenten Verarbeitung. Deshalb betrachte ich den LighTrack II nicht nur als eine teurere Option, sondern in erster Linie als eine lohnende Investition in Top-Performance und Langlebigkeit. 

  

Es gibt sicherlich auch Reisemontierungen, die weniger als 300,00 € kosten. Allerdings sind diese primär für Milchstraßen- und Weitwinkelfotografie konzipiert. Bei einer Brennweite von, sagen wir, 85mm stoßen solche Einsteigermodelle an ihre Grenzen und ein präzises Nachführen wird zunehmend schwieriger. 

In meiner Anfangszeit hätte ich womöglich zu kosteneffizienteren Alternativen tendiert, die meinen Bedürfnissen als Neuling gerecht geworden wären. Doch mit der Erfahrung und Expertise, die ich heute als Profi-Fotograf mitbringe, erkenne ich den wahren Wert des LighTrack II und würde mich ohne Zweifel erneut für ihn entscheiden. 

  

  

Vor- und Nachteile des Fornax Mounts Full Set Lightrack II 

Das Fornax Mounts Lightrack II Set hat sich als leistungsstarkes Instrument in der Welt der Astronomiefotografie etabliert. Doch jedes Produkt hat sowohl Vor- als auch Nachteile: 

  

Stärken: 

  • Robuste Bauweise: Das Lightrack II überzeugt durch seine Robustheit, die selbst unter anspruchsvollen Bedingungen einen zuverlässigen Einsatz ermöglicht. 

  

  • Präzise Nachführung: Ein Highlight des Lightrack II ist die Minimierung des Periodenfehlers, der eine überlegene Qualität und Klarheit in der Astrofotografie bietet. 

  

  • Vielseitigkeit: Neben der Weitwinkelaufnahme ermöglicht diese Montierung auch professionelle DeepSky-Aufnahmen. 

  • Einfache Bedienung: Die intuitive Benutzeroberfläche erlaubt es, sich voll und ganz auf das Fotografieren atemberaubender Himmelsbilder zu konzentrieren. 

 
 

Schwächen: 

  • Einrichtung: Für absolute Anfänger kann die Einrichtung anfangs herausfordernd sein. 

  

  • Gewicht und "Reisemontierung": Trotz der Bezeichnung als "Reisemontierung" wiegt das Set, inklusive der notwendigen Komponenten, insgesamt fast 2,4kg ohne Gegengewicht. Wer das Gegengewichtsystem hinzufügt, kommt auf über 6,7kg. Zusammen mit Kamera und Objektiv sind es schnell ca 9 - 10kg. Dies kann besonders bei längeren Wanderungen zu einer Belastung werden. Ich erinnere mich an eine Wanderung in den Dolomiten, bei der ich mit insgesamt 23kg, inklusive des Lightrack Full Sets, unterwegs war – eine echte Herausforderung!  

 
 

Es bleibt abzuwarten, ob Fornax Mounts bei zukünftigen Modellen den Fokus auf eine Gewichtsreduktion legt. Doch das aktuelle Gewicht hat sicherlich auch seine spezifischen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile. 

  

Empfehlungen: 

Um das volle Potenzial des Fornax Mounts Lightrack II ausschöpfen zu können, empfehle ich den FMPS-20 beleuchteten Polsucher sowie die FMW 200 Polhöhenwiege. Obwohl beide Zubehörteile separat erhältlich sind, kann man durch die Investition in das komplette Full Set Geld sparen. Das FMC-100 Gegengewichtssystem ist besonders nützlich, wenn mit schweren Teleskopen oder bei einer Brennweite, die 200mm übersteigt, gearbeitet wird. Für Aufnahmen im Weitwinkelbereich bis zu dieser Brennweite ist das Gegengewicht jedoch nicht zwingend notwendig. 

 
 

Diese Zubehörteile sind mehr als nur sinnvolle Ergänzungen. Sie reflektieren die Expertise und Qualität, die in den Produkten von Fornax Mounts steckt. Das bringt uns zur Frage: Was macht Fornax Mounts als Marke so einzigartig? 

  

 
 

Geschichte und Philosophie von Fornax Mounts  

  

Unternehmensgeschichte 

Fornax Mounts blickt auf eine 20-jährige Geschichte in der Entwicklung und Produktion von astronomischer Ausrüstung zurück. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Herstellung von astronomischen Montierungen, doch ihr Sortiment umfasst auch andere hilfreiche astronomische Produkte. Neben privaten Projekten hat Fornax Mounts auch an renommierten Projekten wie dem HAT (Hungarian Automated Telescope) Projekt teilgenommen, welches zu den erfolgreichsten in der Erforschung von Exoplaneten zählt, sowie dem BlackGem Projekt. Zu den Kunden von Fornax Mounts zählen renommierte Institutionen wie die Universitäten Harvard und Princeton. Viele namhafte Astrofotografen setzen auf ihre Montierungen, und die mit ihren Produkten gewonnenen preisgekrönten Bilder sprechen für die hohe Qualität ihrer Angebote.  

  

Philosophie 

Das Herzstück der Philosophie von Fornax Mounts ist die tiefe Leidenschaft für die Astronomie, die sich in jedem ihrer Produkte widerspiegelt. Sie glauben daran, dass Qualität und Zuverlässigkeit Hand in Hand gehen sollten. Das Streben nach Perfektion treibt das Unternehmen an, ständig seine Produkte zu innovieren und zu verbessern, um den sich ständig ändernden Anforderungen der Astrofotografie gerecht zu werden. Dabei steht die Kundenzufriedenheit an vorderster Front. Durch den direkten Kontakt und das Feedback von sowohl Amateur-Astronomen als auch professionellen Forschern hat Fornax Mounts ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse und Wünsche der Gemeinschaft entwickelt. Es ist dieses Verständnis, gepaart mit technischem Know-how und Engagement für Exzellenz, das sie zu einem der führenden Namen in der Branche gemacht hat. 

  

Fazit zum Fornax Mounts Lightrack II Full Set 

Der Fornax Mounts Lightrack II Full Set hat sich als hochwertiges Instrument in der Astrofotografie erwiesen, das durch Präzision und Robustheit überzeugt. Während er zahlreiche Stärken, insbesondere in der Nachführung und Vielseitigkeit, aufweist, stellt das Gewicht für mobile Anwendungen eine Herausforderung dar. Das zusätzliche empfohlene Zubehör steigert die Effizienz des Systems, jedoch mit zusätzlichen Kosten. Insgesamt ist der Lightrack II eine Investition wert, insbesondere für diejenigen, die auf Qualität und Langlebigkeit Wert legen. 

  

 

 

Ein herzliches Dankeschön an Fornax Mounts  

Die Unterstützung und das Vertrauen, das Fornax Mounts mir in den letzten Jahren entgegengebracht hat, ist etwas, für das ich zutiefst dankbar bin. Als Markenbotschafter für ein Unternehmen von solch hoher Integrität und Qualität zu fungieren, ist eine Ehre, die ich nicht auf die leichte Schulter nehme!  

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Bei "periodischen Fehlern" handelt es sich um regelmäßige Abweichungen in der Nachführung eines Teleskops oder Trackers, die bei langen Belichtungszeiten in der Astrofotografie zu unscharfen Sternenbildern führen können. Stellen Sie sich zwei parallele horizontale Linien vor, bei denen der Abstand genau 1 Bogensekunde beträgt. Der LighTrack II bewegt sich exakt innerhalb dieses schmalen Intervalls.

Ein kleiner Einblick:

Altitude (Höhe):
Die Altitude gibt den Winkel vom Horizont bis zu einem Objekt am Himmel an. Bei direktem Blick zum Horizont beträgt sie 0°. Schauen Sie senkrecht nach oben, sind es 90°. Objekte unter dem Horizont haben negative Werte.

 

Azimuth (Himmelsrichtung):
Stellen Sie sich auf einem Ziffernblatt vor. Ein Blick nach Norden entspricht 0°, nach Osten 90°, nach Süden 180° und nach Westen 270°. Der Azimuth zeigt die Himmelsrichtung an, in die Sie blicken.

Polsucher: Ein Werkzeug für Astrofotografen, das hilft, eine Nachführung parallel zur Erdachse auszurichten, damit es genau den Sternen folgen kann. Im Polsucher gibt es Symbole auf einer Glasplatte, die bei der genauen Ausrichtung des Teleskops helfen. Mit entsprechenden Einstellungen werden diese Symbole mit den Sternen am Himmel abgeglichen.

Gegengewichte: Oft zylindrisch oder scheibenförmig und müssen genau zum Teleskop passen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, abhängig vom Teleskopgewicht und Lochdurchmesser. Bei Amateurteleskopen wiegen sie zwischen 1 und 10 kg, während Profi-Teleskope in Sternwarten deutlich schwerere Gegengewichte benötigen. Wichtig: Sie sollten entlang einer Stange verschiebbar sein für optimale Balance und mittels Klemmschraube fixierbar sein.

Insgesamt stellt das Fornax Mounts Lightrack II Set ein leistungsstarkes Werkzeug dar, das sowohl für Einsteiger in die Astrofotografie aals auch für erfahrene Fotografen hervorragend geeignet ist, um die Vielfalt des Universums in beeindruckenden Bildern festzuhalten. 

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